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Genossenschaftswohnung

Man kann die 1-Zimmer-Wohnung, die 3-Zimmer-Wohnung oder eine Wohnung mit noch mehr Zimmern sowohl von privaten, als auch von kommunalen Eigentümern mieten. Erfahrungsgemäß bietet aber die Genossenschaftswohnung ein paar zusätzliche Vorteile, vor allem wenn man in den neuen Bundesländern nach gutem und bezahlbarem Wohnraum sucht. Ein der Ursachen liegt darin, dass sie fast durchweg zu Zeiten der ehemaligen DDR erstellt worden sind. Dadurch wurden zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung die alten Mietpreise übernommen.


Danach erlebte so manche Genossenschaftswohnung eine umfassende Modernisierung. Auf Grund der gesetzlichen Regelungen durften für die Mieter von der Erdgeschosswohnung bis hin zur Mansardenwohnung für die Modernisierung je nach Art der Arbeiten nur Mietaufschläge von 5,5 bzw. elf Prozent pro Jahr auf die Kaltmiete erhoben werden. Dadurch war die Genossenschaftswohnung immer deutlich preiswerter als die Mietwohnung vom freien Wohnungsmarkt. Auch bei einer Neuvermietung haben sich die Genossenschaften in ihren Satzungen Beschränkungen bei den Aufschlägen auferlegt. Die meisten von ihnen nehmen bei der Vermietung einer Genossenschaftswohnung an Nichtmitglieder maximal einen Aufschlag von zwanzig Prozent gegenüber der Vergleichsmiete von Bestandsmietern. Wird eine Wohnung an einen Interessenten vermietet, der bereits längere Zeit Mitglied der Genossenschaft ist, beträgt der Neuvermietungszuschlag meist maximal zehn Prozent.


Wer eine Genossenschaftswohnung anmietet, muss in der Regel statt der Kaution eine bestimmte Anzahl von Anteilen erwerben. Meistens entsprechen die dafür anfallenden Kosten zwei Monatskaltmieten. Um Leerstand zu vermeiden, wird die Genossenschaftswohnung auch immer öfter ohne Mitgliedschaft und mit Kaution bzw. Kautionsversicherung angeboten. Auch an dieser Stelle kann man sich meistens noch eine deutlich günstigere Miete als die vom einzelnen privaten Eigentümer beschaffte Mietwohnung sichern