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Wärmepumpe



Wärme aus Luft und Erde

Konventionelle Brennstoffe wie Gas und Öl werden immer teurer, alternative Energiequellen werden daher zunehmend attraktiv. So gewinnen zum Beispiel Wärmepumpen die Energie für Heizung und Warmwasser aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder sogar der Luft.

Das klingt verlockend, hat aber auch etwas höhere Investitionskosten zur Folge und für den Betrieb einer Wärmepumpe muss eine (wenn auch relativ geringe Menge) an Energie in Form von Strom oder Gas eingesetzt werden. Dabei kommt es auf die richtige Wahl der Sorte und die exakte Dimensionierung der Anlage ein.

Albrecht Morguet, Energie-Referent der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf sagt dazu: „Aktuelle Praxistests zeigen, dass positive wirtschaftliche Ergebnisse und eine vertretbare Emissionsbilanz im realen Betrieb häufig nicht erreicht werden”. Wärmepumpen arbeiten nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip, Erdreich, Grundwasser oder Luft werden abgekühlt und die dabei gewonnene Wärme wird für Heizung und Warmwasser genutzt. Die Wärme wird dabei auf ein höheres Temperaturniveau umgewandelt und muss mit Hilfe fremder Energie von der kalten zur warmen Seite transportiert werden.

Peter Schick, Projektleiter Energie der Stiftung Warentest in Berlin sagt dazu: „Wärmepumpen arbeiten nur dann ökonomisch, wenn das Haus gut gedämmt ist. Planen Sie daher beim Hausbau oder bei der Modernisierung eine gute Dämmung ein.” Wärmepumpe und Heizung müssen gut aufeinander abgestimmt sein, besonders effektiv arbeiten Wärmepumpen mit Flächenheizungen, also Fußboden- oder Wandheizungen. Diese haben eine niedrige Vorlauftemperatur und je niedriger diese Vorlauftemperatur ist, desto weniger Strom verbraucht eine Wärmepumpe.

Gut geplante und realisierte Anlagen reduzieren den Kohlendioxid-Ausstoß im Vergleich zu einer Öl- oder Gasheizung um bis zu 30 Prozent. Die Jahresarbeitszahl gibt Auskunft über den Strombedarf der Anlage und beschreibt das Verhältnis der verbrauchten Elektroenergie zu der in einem Jahr ins Heiznetz und ins Warmwassersystem abgegebenen Wärmeenergie.

Bei Einfamilienhäusern und Doppelhäusern mit Gartengrundstück sind Wärmepumpen mit Erdkollektoren eine gute Lösung. Diese werden etwa 1 bis 1,5 Meter tief als Schleifen im Erdreich verlegt, dabei wird eine Fläche benötigt, die 1,5 bis 2 Mal so groß ist, wie die zu beheizende Wohnfläche.

So genannte Erdsonden benötigen weniger Platz, sie werden in entsprechender Anzahl 50 bis 100 Meter tief in die Erde gebohrt und liefern damit ungefähr 30 bis 50 Watt pro Meter. Kann dann auch noch das Grundwasser angezapft und als Wärmequelle genutzt werden, ist das besonders effizient.

Wärmepumpen können aber auch kühlen, und das sogar wesentlich günstiger als eine Klimaanlage. An heißen Sommertagen kann das sehr angenehm sein. Für einen Kühlbetrieb sind Erdsonden besser geeignet als Erdkollektoren.

Autor: Heiko Erxleben

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Veröffentlicht in Heizung.

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