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Wärme aus Strom



alter Nachtspeicherofen

alter Nachtspeicherofen

Nachtspeicherheizungen nicht mehr zeitgemäß

Wird es draußen kalt, laufen die Heizungen auf Hochtouren. Mehr Haushalte als so mancher denkt, beziehen in Deutschland ihre Wärme noch immer aus elektrischen Nachtspeicheröfen. Wegen ihres hohen Treibhausgasausstoßes, durch die Erzeugung des Stroms, wird diese Art des Heizens von Energieexperten jedoch heftig kritisiert. Nur Kohleöfen sind in dieser Beziehung noch schlechter.

Elektrische Speicherheizungen wandeln den nachts günstigeren Strom in Wärme um. Jens Schubert, von der Abteilung Energieeffizienz des Umweltbundesamtes sagt, „dass in Deutschland immerhin jede siebte Kilowattstunde für Heizung und Warmwasseraufbereitung verwendet würde”. Hermann Michael Hell, Energieberater der Verbraucherzentrale Hamburg sagt, „dass eine durch Strom erzeugte Kilowattstunde etwa doppelt so teuer wie Öl oder Gas sei”.

Früher empfahl man die elektrischen Nachtspeicherheizungen, weil man damit eine bessere Auslastung der Kraftwerke auch in den Nachtstunden erreichen wollte. Da sich diese Situation in den letzten Jahren jedoch wesentlich geändert hat, weiß niemand so genau, wie lange die großen Stromkonzerne diesen günstigen Nachtstromtarif noch anbieten werden. Steuervergünstigungen für den Nachstrom gibt es bereits nicht mehr. Bei Ökostrom gibt es diesen verbilligten Nachttarif meist nicht.

Achtung! Alte Nachtspeicheröfen, welche in Westdeutschland bis 1976 und in Ostdeutschland bis 1982 produziert wurden, können nach Informationen des Umweltbundesamtes krebserregenden Asbest enthalten. Energieversorger verfügen über umfangreiche Datenbanken der einzelnen Modelle und Hersteller, hier können Sie erfragen, ob Ihr Modell solche gesundheitsschädigenden Stoffe enthält oder nicht.

Energieexperten sehen auf lange Sicht keine Zukunft für diese Heizungsart. Der bisherige Entwurf der Novellierung der für 2009 geplanten neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) sieht sogar eine Abschaffung der Nachtspeicherheizungen ab 2020 vor. Allgemein kann Eigentümern von Haus und Wohnung geraten werden, langfristig auf energieeffizientere Heizsysteme umzusteigen. Diese Investition lohnt sich auf jeden Fall. Im Rahmen einer umfassenden energetischen Sanierung wird der Austausch von Nachtspeicheröfen von der staatlichen Förderbank KfW mit zinsgünstigen Darlehen gefördert. Dabei unterstützt die KfW ab 2009 die Umstellung mit 200,- Euro pro Nachtspeicherofen.

Autor: Heiko Erxleben

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Veröffentlicht in Strom und Energie.

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