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Studentenwohnungen

Studenten sind Lieblinge der Vermieter

Entgegen aller üblichen Erwartungen gilt die Studentenschaft unter den Vermietern als Liebling, das geht aus einer Studie der Deutschen Bank Research hervor. Sie fand in einer Studie heraus, dass Eigentumswohnungen in Universitätsstädten wie zum Beispiel Trier, Münster oder Marburg, also nicht unbedingt Boomstädte, in den letzten 10 Jahren einen Wertzuwachs um rund 0,75 Prozent gegenüber Städten mit einem geringeren Anteil oder gänzlich ohne Studenten hatten.

Ein hoher Studentenanteil, von mindestens 15 Prozent, an der Gesamtbevölkerung einer Stadt wirkt sich positiv auf die Preise der Mietwohnungen aus. Studierende hatten bisher immer den Ruf, feierfreudig und nicht besonders zahlungskräftig zu sein. Doch gerade ihr schmales Budget lässt die Studenten für die Hauseigentümer zu einer interessanten Mietklientel werden, denn sie suchen ihre Wohnungen fast ausschließlich nach ihrer Preisgrenze aus und nicht nach Südlage, Größe, Ausstattung und so weiter.

Der Vermieter kann so viele kleine Mietwohnungen für viel Geld vermieten, denn Studenten nehmen auch kleine Wohnungen, zum Beispiel 25 Quadratmeter für rund 260 Euro. Und auch größere Wohnungen sind oft für eine WG sehr beliebt. Wird aus dem Student schließlich ein gut bezahlter Akademiker, bleiben sie der Uni oft treu und somit auch ihren Vermieter.

Studentenstädte sind aber auch durch die Uni selber attraktiv, zum Beispiel durch eine konjunkturunabhängige Stabilität für Arbeitsplätze. Es ist nicht zu erwarten, dass eine Universität aus Kostengründen ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Einzig der demographische Wandel könnte den Universitätsstädten gefährlich werden.

Autor: Heiko Erxleben

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