Seniorenwohnungen
Häufige Stolperfallen im Haus vermeiden
Für Senioren gibt es in der eigenen Wohnung viele Gefahren, zu stürzen oder sich zu verletzen. Alleinlebende Menschen sind hiervon besonders betroffen. Die Aktion Das sichere Haus (DSH) in Hamburg weist auf die zehn häufigsten Stolpersteinen hin und nennt Tipps, wie man sie umgehen kann:
Nachts im Dunkeln schnell mal raus: Sie sollten stromsparende Nachtlichter oder kleine fest installierte Lampen, deren Licht nicht blendet (z.B. LED-Leuchten) an den Wegen und Laufzonen montieren.
Treppen: Auf der Treppe stehende Deko-Artikel verringern die Laufbreite. Voll beladen nicht in Eile, sondern langsam die Treppen hoch und runter gehen. Treppen gut ausleuchten, zum Beispiel oben und unten einen Lichtschalter anbringen. Die Treppenstufen beziehungsweise die Vorderkanten der Stufen mit rutschfesten Belegen sichern.
Lose Teppiche und Läufer: Lose Teile sind Stolperfallen und sollten entfernt werden. Lose Teppiche und hochstehende Ecken mit beidseitig klebendem Klebeband oder beidseitig klebendem Klettverschluss am Fußboden gegen verrutschen sichern.
Vorsicht im Badezimmer: In der Dusche, der Wanne und in der Nähe der Toilette können Haltegriffe für mehr Sicherheit sorgen. Eine Anti-Rutsch-Matte ist für Badewanne und Dusche sehr praktisch. Im Bad sollte eine Sitzgelegenheit geschaffen werden, wenn es der Platz erlaubt.
Türschwellen: Wenn es möglich ist, sollten Türschwellen entfernt werden. Ist dieses technisch nicht realisierbar, können diese Stolperfallen durch eine sich abhebende Farbe besser erkannt werden.
Viele Möbel auf kleinem Raum: Ungefähr 1,20 Meter Platz sollten vor jedem Möbelstück sein. Ist es im Raum zu eng, wird ein sicheres Durchkommen ohne dabei sich oder die Einrichtungsgegenstände zu gefährden schwierig.
Schlappen und Hausschuhe: flache Schuhe, griffige Sohle und festen Halt für den Fuß, besonders an der Ferse, sind wichtig. Abgetragene und ausgetretene Schuhe sollten rechtzeitig ersetzt werden.
Lampen wechseln und Gardinen aufhängen: Fallen Ihnen diese oder ähnliche Arbeiten schwer, bitten Sie Nachbarn oder Verwandte um Hilfe. Gehen sie kein Risiko auf der Leiter ein, die Hilfsbereitschaft ist oft größer als erwartet.
Leiter statt Stuhl: benutzen Sie eine Leiter und keinen Stuhl als Aufstiegshilfe. Bewahren Sie Tritte und Leitern so auf, dass sie schnell und unkompliziert hervorgeholt werden können. Tauschen Sie beschädigte Leitern sofort aus, achten Sie dabei auf das GS-Zeichen.
Kabel und Schnüre: Verlängerungsschnüre und lose liegende Telefonkabel sind sehr große Stolperfallen, lassen Sie wenn möglich zusätzliche Steckdosen an den benötigten Stellen fest installieren und die Kabel dafür in oder auf der Wand fest verlegen. Sind feste Installationen nicht möglich, so sichern sie das verlegte Kabel über die gesamte Länge mit Klebeband auf dem Fußboden. Lange Telefonkabel könnten durch ein schnurloses Telefon vermieden werden.
Autor: Heiko Erxleben
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