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Seniorenwohnungen in Halberstadt

Neues Seniorenzentrum in Halberstadt eröffnet

In Halberstadt wird zum August erstmals eine Pflegeeinrichtung der zukunftsweisenden „4. Generation” eröffnet. Hell und freundlich erscheint das neue Seniorenzentrum Krüger in der Erich-Bordach-Straße bereits von außen.

Wer das Haus betritt, wird ebenfalls von einer angenehm warmen Farbgestaltung begrüßt. Rund um das Gebäude entsteht eine sehr großzügige Außenanlage, die bis zur Eröffnung ebenfalls noch fertiggestellt sein wird.

Die großzügig bemessenen Zimmer sind wohnlich mit einem speziell für Seniorenheime entwickelten Teppichboden ausgestaltet. In diesen Tagen werden die Möbel geliefert, sowie Blumen, Bilder und Gardinen. „Die Abnahme durch die Heimaufsicht ist bereits erfolgt. Es gab dabei viel Lob für die baulichen Gegebenheiten”, so Geschäftsführer Tobias Krüger.

Als erstes Seniorenheim in Halberstadt wird die neue Einrichtung nach dem sogenannten Hausgemeinschaftsprinzip arbeiten, das auch als „4. Generation der Pflegeheime in Deutschland” bezeichnet wird. Die Betreiberfamilie Krüger arbeitet in Dedeleben bereits seit fünf Jahren nach diesem Prinzip und hat dabei sehr gute Erfahrungen gewonnen. „Viele  Bewohner leben in den familiären Gruppen noch einmal richtig auf”, so Krüger. Insbesondere Demenzkranke finden eine Struktur und einen Tagesablauf vor, der ihnen die Orientierung sehr erleichtert. In Gruppen von maximal 12 Bewohnern, den sogenannten „Hausgemeinschaften” werden die pflegebedürftigen Menschen von einer stets in der Wohnküche anwesenden „Präsenzkraft” betreut.

In den Gruppen wird der Tagesablauf wie in einer großen Familie gestaltet. Die Präsenzkraft bereitet die Mahlzeiten zu, spielt mit den Bewohnern oder liest ihnen etwas vor. Schon allein  die ständige Anwesenheit der Präsenzkraft als Ansprechpartner gibt Sicherheit und Geborgenheit. Wer es möchte und noch kann, darf sogar beim Kochen mithelfen oder andere Tätigkeiten übernehmen. Alles kann miterlebt werden, das Essen kommt nicht von irgendwo anders, sonders es duftet bereits bei der Zubereitung und schmeckt dann umso besser. Was gekocht und eingekauft wird, können die Bewohner selbst bestimmen, so dass auch für jeden etwas dabei ist.

Wer allein sein möchte oder wer Bettruhe hat, kann natürlich auch auf seinem Zimmer bleiben. Zusätzlich zu den Präsenzkräften sind zahlreiche Pflegefachkräfte in der Einrichtung tätig, um die Bewohner medizinisch und grundpflegerisch zu versorgen. Der höhere Bedarf an Pflegepersonal wird laut Krüger dadurch ausgeglichen, dass zum Beispiel keine Mitarbeiter für eine Großküche benötigt werden. „In unseren Einrichtungen sind nahezu alle Mitarbeiter in den Hausgemeinschaften direkt am Bewohner tätig, weil die sonst übliche zentrale Versorgung vollständig aufgelöst ist”, so Krüger.

Insgesamt wird das Heim ein neues Zuhause für 60 Bewohner bieten, vorwiegend in geräumigen Einzelzimmern. Damit ist die Einrichtung auch insgesamt noch sehr überschaubar und familiär. „In Dedeleben sind wir seit der Eröffnung vor knapp fünf Jahren durchgehend voll ausgelastet und führen eine lange Warteliste”, so Krüger. Auch wenn in der neuen Einrichtung besonders gern demenzkranke Senioren aufgenommen werden sollen, ist dies keine Bedingung. Durch die familiären Hausgemeinschaften können in den Gruppen  unterschiedliche Schwerpunkte in der Auswahl der Bewohner gelegt werden.

Die Pflegesätze werden für die meisten Interessenten bezahlbar sein, so muss ein Bewohner mit der Pflegestufe eins nur rund 589 Euro monatlich dazu bezahlen. Insgesamt wurden durch die Magdeburger Firma Synergis gut vier Millionen Euro in das von der Familie Krüger betriebene Heim investiert.

Neben den beiden Seniorenzentren sind Sandra und Tobias Krüger auch noch Inhaber des ambulanten Pflegedienstes Krüger, der dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum feiert, und seit kurzem auch der Seniorenwohnanlage „Am Park”, einem Haus des betreuten Wohnens. Insgesamt 60 Mitarbeiter und Auszubildende haben bei den Jungunternehmern bereits Arbeit gefunden. Durch die neue Einrichtung werden es wohl bald über 100 sein.

Autor: Heiko Erxleben

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