Müllentsorgung in Haus und Wohnung
Sperrmüll- und Hausmüllmengen sinken
Im Landkreis Ludwigsburg ist aufgefallen, dass die Einwohner weniger Sperrmüll und Hausmüll entsorgen. Damit sind die Ludwigsburger jedoch kein Einzelfall, denn der Trend zum sparsameren Umgang mit Müll und zur besseren Trennung findet sich landesweit. Zwar fallen nach wie vor in jeder Wohnung teils enorme Müllmengen an, doch setzen zunehmend mehr Menschen auf die konkrete Mülltrennung.
Somit habe sich eine Verringerung beim Sperrmüll von 17,9 auf 15,4 Kilogramm ergeben. Der Hausmüll ist leicht gestiegen, im Vergleich zum Jahr 2007. Das liegt aber nicht zuletzt daran, dass einige Reste aus dem Biomüll noch im Hausmüll landen, da viele Bürger den Biomüll als „stinkende” Angelegenheit sehen. Dabei könne bei einer häufigeren Entsorgung des Bio-Abfalls in die Biotonne auch der unangenehme Geruch in der eigenen Wohnung vermieden werden.
Experten bemängeln, dass der Biomüll noch in vielen Wohnungen in Plastiktüten gesammelt werde. Das sei jedoch kontraproduktiv, da der Biomüll vollständig zerkleinert werde. Auch die Reste der Plastiktüten gerieten somit darunter. Dadurch wiederum werde der Kompost, wie der Biomüll genannt und verkauft wird, verunreinigt. Zwar werden Plastik-Schnipsel ausgesiebt, allerdings können nicht alle Bestandteile der Plastiktüte heraus gefiltert werden. Der verkaufte Kompost erziele dadurch geringere Preise.
Deshalb rufen Experten dazu auf, den Biomüll lieber in Zeitungspapier oder Papiertüten zu sammeln. Das schone die Umwelt einerseits und andererseits auch den Geldbeutel. Denn Papiertüten bieten große Supermärkte oft kostenfrei an, für die Müllbeutel hingegen muss gezahlt werden.
Autor: Haus & Büro