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Mietpreise und Wohnungsmangel




Der Wohnungsmarkt in Deutschland

Für Mietwohnungen, Häuser und andere Immobilien zahlt der Mieter dem Vermieter auf Grund eines Mietvertrages eine Gegenleistung für die Nutzung der Mietsache. Die Höhe dieser Miete, auch Mietzins genannt, richtet sich dabei nach mehreren Faktoren, wie zum Beispiel die Wohnungseigenschaften: Größe, Ausstattung, Schnitt, Beschaffenheit.

Weiterhin spielen die Eigenschaften des Wohnumfeldes eine sehr große Rolle, hier sind unter anderem die allgemeinen Eigenschaften, wie zum Beispiel Adressenlage, soziales Umfeld, vorhandene Gemeinschaftseinrichtungen, städtebauliches ästhetisches Umfeld, Belastungen durch Emissionen und ähnliches ausschlaggebend, sowie auch die individuellen persönlichen Belange, wie zum Beispiel Beruf, Ausbildung, Verkehrsanbindungen, Freizeiteinrichtungen, Versorgungseinrichtungen und einiges mehr.

Zusätzlich wird die Mietpreisbildung durch regulative Eingriffe in den Wohnungsmarkt und auch durch die Konkurrenzsituation unter den Interessenten maßgeblich beeinflusst.

In Deutschland geben die Menschen im Schnitt über ein Drittel ihres monatlichen Einkommens für die Mietzahlungen aus, dieses ist zumeist auf einen in vielen Großstädten allgemein herrschenden Wohnungsmangel zurückzuführen. Die sich kontinuierlich verbessernden Bauausführungen und Ausstattungen der Wohnungen und die ständig wachsenden Ansprüche der Menschen an das Wohnumfeld und die Wohnung selbst, tragen ihr übriges dazu bei.

Angebot und Nachfrage regulieren den Wohnungsmarkt, dieser liegt deshalb von jeher im Blickpunkt der Volkswirtschaftslehre, der Stadtsoziologen und der Geographen. Im Zuge einer geeigneten Wohnungspolitik wird versucht, sozialen Spannungen durch ein geeignetes Eingreifen in den Wohnungsmarkt vorzubeugen.

Grundsätzlich ist die Höhe der Miete in Deutschland zwischen Vermieter und Mieter frei wählbar und üblicherweise meist im Voraus zu bezahlen. Der Staat schreitet lediglich ein, wenn die Grenze zur Sittenwidrigkeit, Wuchermiete überschritten wird. Bei den periodischen Mietzahlungen handelt es sich um ein Dauerschuldverhältnis, bei Überschreitung des gesetzlichen oder des vertraglich vereinbarten Zahlungstermins gerät der Mieter in Verzug, eine weitere Mahnung ist dann nicht erforderlich.

Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund schätzt die Höhe der Mitausfälle in Deutschland durch ausbleibende und rückständige Mietzahlungen auf eine Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro jährlich. Rund 30 Prozent aller Mietverhältnisse gelten heute durch unregelmäßige Mietzahlungen als belastet. Das Unternehmen readyfact Deutschland hat sich auf die Absicherung von Mietausfallrisiken spezialisiert, es geht davon aus, dass in rund 600.000 Fällen in Deutschland die Miete vorsätzlich nicht gezahlt wird.

Autor: Heiko Erxleben

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Veröffentlicht in Immobilien.

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