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Mehrgenerationenhaus in Halberstadt

Mehrgenerationenhaus mit alternativem Energiekonzept

Unweit von Dom und Martini-Kirche hat die Wohnungsbaugenossenschaft Halberstadt (WGH) ein neues Kapitel im Halberstädter Wohnungsbau aufgeschlagen. In der Schmiedestraße wuchs das „DomiZiel”, ein Mehrgenerationen-Haus das sich trotz der außergewöhnlichen Architektur harmonisch in das zentrumsnahe Stadtbild einfügt.

Doch nicht nur bei der äußeren Gestaltung und den attraktiven barrierefreien Wohnungen setzt die WGH Maßstäbe, sondern auch beim Energiekonzept. Ökologisch und preiswert wird das Wohnhaus 100prozentig mit Erdwärme versorgt.

Die Gerüste sind nun abgebaut und die Passanten können das Wachsen des innovativsten Wohnungsneubaus in der Kreisstadt neugierig verfolgten, das kurz vor der Vollendung stehende Haus mit einem Blick erfassen. Was ihnen jedoch verborgen bleibt, sind die einzigartigen Lösungen hinter der Fassade. Dort befindet sich eine bunte Mischung an modernen attraktiven Wohnungstypen.

Die Variabilität der Grundrissgrößen zwischen 80 und 130 Quadratmetern gewährleistet die beabsichtigte Vielfalt unterschiedlicher Nutzergruppen. Ob junge oder ältere Singles, Familien mit und ohne Kinder, Seniorenehepaar, Generationenfamilie, Wohngemeinschaften, auch Senioren-WG’s, für jede Nachfrage bietet die vielfältige Grundrissstruktur der 20 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen eine geeignete Variante.

WGH-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Schönfeld nennt die Wohnungen „Wohlfühlfächen”. Bei einem Rundgang durch das Haus bestätigt sich das. Denn die zehn verschiedenen Grundrisse bieten künftigen Bewohnern ein Wohnen, wie man es in Halberstadt so noch nicht kennt. Alle Wohnungen verfügen über große Fensterflächen und einen oder sogar mehrere Balkone. Das Dach wird begrünt und kann teilweise als Dachgarten genutzt werden. Nicht nur von dort eröffnen sich traumhafte Ausblicke auf das Stadtzentrum und die dominierenden  Kirchenbauten, im oberen Geschoss sogar auf den weiter entfernten Höhenzug des Huy.

Das Haus, das von innen nach außen gebaut wurde, bietet seinen Bewohnern aber noch viel mehr. Sie müssen selbst die Fenster nicht unbedingt öffnen, um frische Luft in die Zimmer zu lassen. Denn ein ausgeklügeltes System tauscht verbrauchte gegen frische Luft aus und gewinnt daraus kostbare Energie. Ein hoher Energiestandard sorgt insgesamt dafür, dass dieses Wohnhaus nur zwischen 40 und 50 Prozent des Energieverbrauchs im Vergleich zu anderen Häusern hat. Dafür sorgen neben Nutzung der Erdwärme über zehn Sonden mit 152 Metern Tiefe und dem energiesparendes Raumklimasystem und eine 24 cm starke Wärmedämmung. Nur der Strom wird noch aus dem üblichen Netz bezogen.

Beim Betreten der drei Häuser gelangt man in die Eingangshalle der sogenannten Funktionsetage, in der sich neben den Zugängen zu den Fahrtstühlen und Treppen auch Abstellräume für alle Wohnungen befinden. Zudem gibt es in jedem Eingang einen sehr großen Kommunikationsraum, über dessen Nutzung und Einrichtung die Bewohner selbst entscheiden sollen.

„Hinter all dem verbirgt sich der Anspruch, den Bedürfnissen der künftigen Bewohner bei der Gestaltung des Wohnhauses Priorität einzuräumen”, so Karl-Heinz Schönfeld, „dies ist auch ein neues Kapitel des Stadtumbaus in Halberstadt, in dessen Rahmen die fast vier Millionen Euro schwere Investition umgesetzt wird.” Eine Million Euro davon sind Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre, betonte Schönfeld. Mitte Juni rechnete er mit der Fertigstellung des Hauses.

Rund 200 Familien (WGH-Mitglieder) haben bereits ihr Interesse bekundet. Das freut die Mitarbeiter der WGH, die es als eine Bestätigung für ein gleichermaßen gelungenes und zukunftsweisendes Wohnprojekt verstehen. Schönfeld geht davon aus, dass für es einige Wohnungen mehrere Interessenten geben wird. In diesen Fällen müsse dann das Los entscheiden.

Autor: Heiko Erxleben

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