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Finanzkrise – Neue Gefahren!

Werte verschwinden

Werte verschwinden

Finanzkrise – Die nächsten Gefahren kommen auf uns zu!

Riesige Kursbewegungen, Einbrüche um 6 bis 8 Prozent! Das sind doch keine kleinen privaten Anleger. Hier sind größere Mächte am Werk. Zur Zeit verkaufen Viele ihre Anlagen, Aktien und größeren Kreditpakete.

Die risikoreichen Hedgefonds sind schon lange eine große Gefahr für das Weltfinanzsystem, nun herrscht Ausverkauf. Das Geld der Investoren wurde auf dem Papier bzw. in der virtuellen Welt vervielfacht, dabei wurden teilweise aus einem Dollar schnell mal 30 oder gar 50 Dollar gezaubert. Wenn die Hedgefonds nun Ihre Kredite zurück zahlen wollen oder auch müssen, dann verkaufen Sie in großen Mengen Anlagen. Derzeit ist das so, weil viele Anleger Anteile verkaufen. Sie halten momentan lieber Bares in den Händen als Wertpapiere.

Das lässt die Kurse fallen. Und je mehr die Kurse fallen, umso größer wird die sich ausbreitende Panik, immer mehr Anleger fordern ihr Geld zurück. Dadurch fallen die Kurse weiter und schneller!

Auch Pensionsfonds und andere Anbieter stoßen z.Zt. riesige Mengen Aktien ab. Es ist wie eine volle Regentonne, welche schnell leer werden muss aber nur einen kleinen Ablaufhahn besitzt. Der Markt steht vor einer gewaltigen Bereinigung, in ca. sechs bis zwölf Monaten könnten gut die Hälfte aller Hedgefonds vom Markt verschwunden sein.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, um zu helfen, wenn ein Land durch Unregelmäßigkeiten am Finanzmarkt kurzfristig Zahlungsunfähig werden sollte. In den vergangenen Jahren behaupteten Politiker und Experten, dass die Weltkonjunktur stabil und der IWF völlig überholt und ohne Bedeutung sei. Doch seit einigen Wochen verstummen diese Personen, denn die Angst vor zahlungsunfähigen Nationen und unkontrollierten Währungsabstürzen geht wieder um! Island bekommt vom IWF zwei Milliarden Dollar. Der Ukraine werden 16,5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Ungarn, Weißrussland und Pakistan verhandeln ebenfalls mit dem IWF über Hilfszahlungen.

Die Folge solcher dramatischen Entwicklungen könnte eine regelrechte Welle von Kreditausfällen in Schwellenländern sein. Für sie wird es momentan immer schwerer, sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Die wirtschaftliche Verlangsamung ist auf der ganzen Welt eingetreten, davon sind am meisten die Länder betroffen, welche stark vom Export verschiedener Rohstoffe abhängig sind, wie z.B. Brasilien, Russland, Korea. Andere Schwellenländer wiederum sind durch Ihre hohe Verschuldung generell gefährdet, wie z.B. Lettland, Kasachstan, Ungarn. Und wiederum Andere, wie z.B. Argentinien, werden durch ihre derart unbeständige und unberechenbare Wirtschaftspolitik von Investoren strikt gemieden.

In den zurückliegenden Jahren gab es eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, Geld in die Schwellenländer fließen zu lassen. Durch die Krise an den Finanzmärkten sind die Länder jedoch bestrebt, Ihr Kapital in die Heimat zurück zu holen. Wer will es einem Anleger verübeln, sein Geld aus den Schwellenländern zurückzuholen, wenn ihm in der Heimat dafür eine Staatsgarantie gegeben wird. Um allen Schwellenländern zu helfen, ist der IWF zu klein, kann jedoch zusätzliche Devisen von den Notenbanken der einzelnen Regierungen anfordern. Diese Regierungen haben sich jedoch bereits schon seit längerem außerhalb des IWF an Rettungsmaßnahmen rund um die Finanzkrise beteiligt.

Zusammenbrüche fremder Länder würde die europäischen Banken mit einer Reihe von Zahlungsausfällen treffen. Allein die deutschen Banken hatten mit Stand vom Juni 2008 gegenüber den Schwellenländern Forderungen von 442 Milliarden Dollar! Das bedeutet rund 13 Prozent unseres Bruttoinlandproduktes. Weitere 21 Milliarden Dollar schuldet Island den deutschen Banken, Ungarn 37 Milliarden Dollar, Polen 50 Milliarden Dollar und Russland schuldet den deutschen Banken 46 Milliarden Dollar.

In den vergangenen Jahren liehen sich Spekulanten und düstere Geschäftemacher im Niedrigzinsland Japan und investierten es in Hochzinsländern. Nach groben Schätzungen wurden im Wert von 200 bis 1000 Milliarden Dollar Käufe von Aktien, Anleihen etc. durch in Japan geliehenes Geld finanziert. Die Spekulanten verkauften Yen und tauschten Sie gegen andere Währungen, je mehr, desto stärker fiel der Yen. Das brachte die japanische Währung aus der Balance und die Notenbankchefs der führenden Industrienationen (G7) schlugen Alarm! Ängstliche Investoren ziehen ihr Geld aus den Schwellenländern ab und investieren es in Yen, Dollar und Euro. Hedgefonds und Banken benötigen dringend Geld. Das alles führte dazu, dass der Yen eine starke Aufwertung erlebte. Auch davor warnen die G7. Die Kursentwicklung des Yen wird von Spekulanten und deren unsauberen Geschäften beeinflusst und nicht wie es eigentlich sein sollte, von den wirtschaftlichen Grundlagen Japans und der Welt. Plötzlich sind japanische Produkte im Ausland teuer, was zur Folge haben könnte, dass die japanische Wirtschaft selbst in eine Wirtschaftskrise rutscht.

künstliche erzeugte Kapitalblase

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Und es kommen immer neue Risiken aus Richtung Weltfinanzmarkt auf uns zu. Kreditderivate (CDS) sind eine Art Versicherung für Wertpapieren. Mit ihnen konnte man sich gegen den Ausfall einer Anleihe versichern. Aber im Gegensatz zu anderen Versicherungen mussten diese Versicherungsanbieter keine Reserven für den Schadensfall bilden. Man konnte also prima damit spekulieren und bald wurden sie auch von Spekulanten gekauft, welche gar keine Anleihen besaßen und versichern mussten. Seit den 90er Jahren erhöhte sich das Volumen ausstehender CDS auf unvorstellbare 55.000 Milliarden Dollar! Was passiert nun, wenn jetzt massenhaft die Anleihen platzen und die Versicherungen dafür zur Kasse gebeten werden? Eine Branche ohne jegliche Regulierung!

In Amerika steigen seit einigen Monaten die Ausfälle bei den Kreditkarten. Im zweiten Quartal 2008 mussten amerikanische Banken rund 50 Milliarden Dollar als ausstehende Kreditkartenschulden abschreiben. Experten gehen für 2009 von fast der doppelten Ausfallquote aus. Das Geschäft mit den Firmenkunden liegt längst brach, mit Aktien und Baudarlehen lässt sich auch kein Geschäft mehr machen und nun noch die Kreditkartenausfälle. Die Banken müssen ihre Gelder für Kreditkarten durch die gestiegenen Kosten am Finanzmarkt teuer refinanzieren und werden daher weniger Kreditkarten ausgeben. Das wiederum hat zur Folge, dass die US-Bürger ihre Kreditkarten weniger benutzen als zuvor und damit die amerikanische Wirtschaft noch weiter in die Rezession treiben!

Autor: Heiko Erxleben

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