Energieausweis
Vorsicht vor billigen Energieausweisen
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor mangelhaften Energie ausweisen, denn einige Online-Anbieter bieten mangelhafte oder sogar ungültige Energieausweise zu Dumping-Preisen an.
Der Energie-Referent Achim Fischer sprach von mangelhaften bzw. sogar falschen Energieausweisen, bei denen die gesetzlich vorgeschriebenen Merkmale nicht vorhanden waren. Dieses wurde anhand von Stichproben bei rund 100 Online-Anbietern herausgefunden.
Die Energieausweise sind seit Anfang des Jahres 2009 für alle Wohnimmobilien zur Pflicht geworden. Ein Blick in einen solchen Energieausweis soll Miet- und Kaufinteressenten die wichtigsten Eckdaten über die Energiebilanz der betreffenden Immobilie verraten und damit eine Einschätzung liefern, welche Kosten auf ihn zukommen.
Der Energieausweis ist ein vielseitiges Formular mit verschiedenen Angaben zur betreffenden Immobilie. Es gibt zwei Arten von Energieausweisen: Zum einen den Verbrauchsausweis, zum anderen den Bedarfsausweis. Die Verbrauchsvariante erhält Angaben, wie viel Energie zuletzt verbraucht wurde und ist damit in der Erstellung die preiswertere Variante. Die Bedarfsberechnung enthält umfangreichere Aussagen und berücksichtigt mehrere Faktoren, wie zum Beispiel die Heizungsart und die Isolierung des Gebäudes.
Es versteht sich fast von selber, dass teilweise für unter 10 Euro angebotene Energieausweise unter Berücksichtigung der hinzukommenden Druck- und Portokosten keine seriösen Angebote sein können.
Die so genannte Gesamtenergieeffizienz wird auf der zweiten und dritten Seite des Energieausweises durch einen Pfeil mit einem Farbverlauf in den Ampelfarben dargestellt und gibt eine Auskunft über den Verbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Dabei ist der grüne Wert der beste und der rote Wert der schlechteste. Bei Objekten mit Werten von über 250 kWh m2/a ist bereits von Kauf oder Miete der Immobilien abzuraten.
Autor: Heiko Erxleben
Tags:Immobilie, Immobilien