Baufinanzierung
Feste oder variable Zinsen
Bei der Hausfinanzierung hat man die Qual der Wahl. So gilt es grundsätzlich, sich zu entscheiden, wie lange diese Finanzierung abgezahlt werden soll, wie hoch die monatliche Belastung ausfallen darf und last but not least muss auch entschieden werden, ob der feste Zinssatz oder der variable gewählt wird.
Ein fester Zinssatz ist bei der Hausfinanzierung die Regel, dabei wird der einmal vereinbarte Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Der Bauherr selbst erhält durch diesen fest vereinbarten Zinssatz eine langfristige Planungssicherheit. Allerdings unterscheidet man hierbei zwischen den unterschiedlichen Laufzeiten der Zinsbindungsfrist. Diese beginnen bei fünf Jahren, reichen über acht, zehn, zwölf, 15, 20 und 25 Jahre, teilweise sogar noch länger. Allerdings ergibt sich bei Zinsbindungsfristen von mehr als zehn Jahren ein etwas höherer Zinssatz.
Grundsätzlich ist die Kündigung der Hausfinanzierung während der Zinsbindungsfrist ausgeschlossen. Wird der Zins jedoch länger als zehn Jahre festgeschrieben, so ist es für den Darlehensnehmer durchaus möglich, nach Ablauf von zehn Jahren mit einer Frist von sechs Monaten zu kündigen. Der Darlehensgeber hingegen darf diesen Kredit, solange die Raten bezahlt wurden, nicht vorfristig kündigen.
Die Festschreibung der Zinsen auf eine möglichst lange Laufzeit ist immer dann sinnvoll, wenn gerade sehr günstige Bauzinsen angeboten werden. Sollten diese voraussichtlich in nächster Zeit sinken, so können auch variabel verzinste Hausfinanzierungen aufgenommen werden. Hierbei wird der Zinssatz entsprechend den aktuellen Marktbedingungen angepasst. Diese Finanzierungen können jederzeit mit dreimonatiger Frist gekündigt werden. Somit kann bei Erreichen des Wunschzinssatzes das Darlehen in ein fest verzinstes Darlehen umgewandelt werden oder man entscheidet sich für eine Umschuldung zu einem anderen Darlehensnehmer.
Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist gibt es verschiedene Möglichkeiten. In der Regel wird man das Darlehen nach Ablauf dieser Frist noch nicht komplett zurück zahlen können. Deshalb ist die so genannte Anschlussfinanzierung notwendig. Allerdings lohnt sich hier ein Blick auch zu anderen Darlehensgebern, denn der bisherige Darlehensgeber wird oft höhere Zinsen verlangen, als ein komplett neues Kreditinstitut.
Autor: Haus & Büro
Tags: Finanzierung, Haus, Kredit