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Baufinanzierung

Anschlussfinanzierung mit Forward Darlehen

Bei der Hausfinanzierung wird in aller Regel ein sehr langfristiges Darlehen abgeschlossen. Dieses kann jedoch nur selten bis zum Laufzeitende vollständig zurück gezahlt werden. Deshalb ist in diesem Fall eine so genannte Anschlussfinanzierung notwendig.

Wer aktuell mit der Rückzahlung in den letzten Monaten seines Darlehens ist und sich bereits nach einer Anschlussfinanzierung umsieht, wird feststellen, dass die Zinssätze aktuell so niedrig wie kaum zuvor sind. Diese Zinsen kann man sich mit einem so genannten Forward Darlehen sichern. Das heißt, es wird ein Darlehen aufgenommen, welches jedoch erst in naher Zukunft zur Auszahlung kommen soll.

Dabei dienen als Grundlage zur Berechnung der Zinsen, die aktuellen Zinssätze zuzüglich einem Forward Aufschlag. Dieser verringert den Zinsvorteil zwar etwas, jedoch besteht die Sicherheit zur Ablösung der bisherigen Hausfinanzierung besonders günstige Zinsen zu erhalten.

Wichtig beim Forward Darlehen: Es sollte nur dann abgeschlossen wird, wenn die Zinsen in nächster Zeit voraussichtlich steigen werden. Das darlehen kann bis zu fünf Jahre im Voraus abgeschlossen werden. Trotz der Vorteile einer langfristig gesicherten und niedrigen Zinsbelastung sollte sich Jedermann auch über die Risiken bewusst sein, die er mit einem Forward Darlehen eingeht.

Sofern eine Erbschaft oder ein anderweitiger Geldsegen erwartet werden, kann das Forward Darlehen eher schaden, denn nützen. Denn es besteht grundsätzlich eine Pflicht zur Abnahme des Darlehens, wird es nicht in Anspruch genommen, ist eine Nichtabnahme-Entschädigung, ähnlich der Vorfälligkeitsentschädigung zu entrichten, die mitunter recht teuer werden kann. Ebenfalls lohnt sich das Forward-Darlehen nicht, wenn die Zinsen statt zu steigen, weiter sinken. Allerdings kann man sich gegen dieses Risiko wohl kaum absichern.

Wer nur noch etwa zwölf Monate bis zum Auslaufen der bisherigen Hausfinanzierung hat, der sollte sich überlegen, ob nicht ein normales Baudarlehen sinnvoller wäre. Viele Anbieter verlangen bis zu zwölf Monaten keine Bereitstellungszinsen. Dadurch kann ein solches Darlehen günstiger als ein Forward Darlehen ausfallen, welches ja einen monatlichen Zinsaufschlag bedingt, der für die langfristige Sicherung der Zinsen zu entrichten ist.

Doch selbst, wenn beim herkömmlichen Darlehen Bereitstellungszinsen anfallen, können diese mitunter niedriger sein, als der Forward Aufschlag. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Autor: Haus & Büro

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